Topanito Mezcal Artesanal Tepeztate & Oaxaca Sadō

Mexikanische Agavenspirituosen sind ein immer wiederkehrendes Thema, wenn es um Bartrends und –prognosen geht. Allerdings ist ein vergleichbarer Durchbruch, wie es Tequila, Mezcal und Co in den USA im letzten Jahrzehnt vergönnt war (und zum Teil auch in Hotspots wie z.B. London erfolgte) in Kontinentaleuropa bisher nicht gelungen. Das liegt natürlich mitunter am immer noch zweifelhaften Ruf des geschmacklich mit Salz und Zitrone zu flankierten Partyshots, aber vielleicht auch an der noch nicht ganz konkurrenzfähigen Barpräsenz im Vergleich zu Gin, Whisky oder natürlich auch Wodka. Vor diesem Hintergrund ist das Thema des heutigen Artikels ein sehr Erfreuliches und Spannendes, denn es steht ganz im Zeichen sich ausbreitender Vielfalt. Read More

Root to Fruit – Drei Aperitivos

Neulich erreichte mich ein Paket, in welchem sich drei durchaus interessante und auch vielversprechende Produktproben befanden. Dabei handelt es sich in gewisser Weise um Neuinterpretationen (aber auch Innovationen), die zwar auch für den Purgenuss in Frage kommen, wohl aber vor allem mit gezieltem Blick auf die Bar entwickelt worden sind. Herausgebracht werden Sie nämlich vom renommierten Barunternehmer Stephan Hinz. Worum es sich dabei handelt, was wir hier erwarten dürfen und einige kleine Hintergrundinformationen finden sich im Folgenden. Read More

Rest & Be Thankful Monymusk 2012 Pure Single Jamaican Rum & Mr. Bali Hai

Bei sonnig-sommerlichen Temperaturen fällt es natürlich nicht besonders schwer, gedanklich in die Karibik abzuschweifen. Und natürlich denkt man beim Stichwort „Karibik“ auch schnell an Rum. Umso praktischer, dass ich erst in meinem letzten Artikel über den Hampden 8 Years einen jamaikanischen Rum rezensiert habe. Vor allem auch deshalb, weil wir uns damit für den heutigen Artikel gar nicht groß umorientieren müssen. Read More

Hampden Estate Pure Single Jamaican Rum 8 Years & Colonial Ties

Ja, es gibt sie: die Tastings und Rezensionen, auf die man sich im Vorfeld etwas mehr freut als auf andere. Und das heutige zählt sicherlich dazu, was natürlich auch gute Gründe hat, auf die ich auch gerne noch eingehen möchte: ich kenne die Vorgängerabfüllung bereits (und habe sie geliebt), überhaupt bewege ich mich heute im Kernbereich meiner persönlichen Präferenzen und zudem schätze ich den Hersteller und die mit dem Produkt verbundene Transparenz sowie sein Renommee auf einem komplizierten und nicht immer ganz redlichen Markt. Heute geht es um Rum: Rum aus Jamaika, um genau zu sein – noch präziser: Rum aus Jamaika, gebrannt in der Hampden Distillery. Read More

Canerock & Tortuga on the Rocks

Und heute geht es um eine „Rum“-Neuheit aus dem Hause Ferrand, wenn diese auch nicht den Namen Plantation trägt. Als ich die Flasche zum ersten Mal erblickte und in den Händen hielt, war ich schon durchaus angetan und konnte mir ein innerliches „Wow“ nicht verkneifen. Eine schwere, dickglasige Flasche – fast will ich sie Karaffe nennen – umschließt eine bernsteinfarbene Flüssigkeit und wird dabei von einer wirklich hübschen und an exotische Inselstrände erinnernden Schildkrötenverzierung geschmückt. Und innen drin ist… ein Spiced Rum. Tja, ich gebe zu, hier war ich dann nicht mehr ganz so begeistert, denn Spiced Rums gibt es wie Sand am Meer und inwiefern nun dieser hier etwas Bahnbrechendes liefert, würde sich erst zeigen müssen. Read More

Park Cognac Mizunara Cask & Dream of a Butterfly

Zum Glück hat sich mein Geschmacks- und Geruchsempfinden seit meiner Coronainfektion inzwischen wieder vollständig erholt. Zumindest glaube ich das. Dass hier natürlich immer etwas Subjektivität mitschwingt und ein vollständig adäquater Vergleich in der Retrospektive schwierig ist, hatte ich jüngst schon hier einmal kurz reflektiert. Dennoch spielt dieser Umstand eine nicht unwichtige Rolle, denn an manche Spirituosen habe ich mich seitdem nicht wirklich herangetraut. Eine davon ist die heute im Mittelpunkt stehende: ein Cognac aus dem japanischen Mizunara-Fass. Read More

Quarantini Social Dry Gin und der neue Quarantini Rosé

Es ist noch gar nicht so lange her, da schrieb mir ein Freund eine Nachricht und fragte, ob ich nicht mal einen Drink namens „Quarantini“ machen wolle. Wäre doch sicherlich eine witzige Idee so in Zeiten der Pandemie. Nun muss ich dazu sagen, dass besagter Freund sich nicht mit Cocktails auskennt, geschweige denn sich damit näher beschäftigt oder in irgendeiner vertieften Form mit Spirituosen vertraut ist. Allerdings war er auch nicht so überrascht, als ich ihm antwortete: „Es gibt schon eine ganze Weile einen Gin mit diesem Namen.“ – So ist das eben manchmal: gute und kreative Ideen haben eben auch andere Leute. Read More

Selva Negra & Blackforest Canto

Es gibt manch eine Entwicklung in der Welt der Spirituosen, an die hat man sich schneller gewöhnt als ursprünglich gedacht. Die ein oder andere dieser Veränderungen macht man sich inzwischen vielleicht auch gar nicht mehr bewusst. Dass es z.B. Whisky aus Deutschland gibt, ringt nun wirklich niemandem mehr eine hochgezogene Augenbraue ab. Dass mitunter ein Korn internationale Preise in einer Whisky-Kategorie gewinnt, ist meist zwar noch eine Anekdote und ein paar reflektierende Gedanken über Kategoriegrenzen und – definitionen wert, aber wirkliche Verwunderung ruft auch das nicht mehr hervor. Und seit es deutschen Rum gibt, der aus extra importiertem Zuckerrohr gebrannt wird, sind die Möglichkeiten doch wahrhaft unbegrenzt, oder? Read More

Ellenor Elderflower & Pyramid Punch

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als ich meine ersten Schritte in die Welt der Cocktails unternahm, mir nach und nach eine Spirituosensammlung zulegte und immer wieder durch die wenigen Barbücher blätterte, die ich damals besaß. Damals gab es so die ein oder andere Zutat, auf die ich immer mal wieder stieß, die mir aber nichts sagte und um die ich dann doch recht lang einen Bogen gemacht habe. Eine davon war Holunderblütenlikör. Read More

Pikesville 110 Proof Straight Rye Whiskey & Old Gal

Und weiter geht es heute mit einer Abfüllung, die zumindest auf dem Papier – und auch auf den ersten Blick – ganz meinen Geschmack zu treffen verspricht. Ob das wirklich so ist und hier keine Enttäuschung lauert, wird sich natürlich noch zeigen müssen, aber zumindest die Rahmendaten stimmen: Straight Rye Whiskey, 110 Proof, traditionelle Handwerkskunst, das sollte doch passen! Es geht heute um den Pikesville 110 Proof Straight Rye Whiskey. Read More

James Cree’s Single Malt Whisky, Aber Falls Welsh Whisky & Perfectly Straight Blood & Sand

Und ein weiteres Mal möchte ich gleich zwei Flaschen in den näheren Blick nehmen. Diesmal geht es nicht um Gin, sondern um Whisky. Und natürlich schweifen die Gedanken bei Whisky sofort ins gälische Schottland, was auch heute intuitiv der richtige Impuls ist. Aber auch das gälische Wales produziert Whisky, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß und mit vergleichbarem Renommee. Insofern trifft es sich gut, eben auch eine Flasche walisischen Whisky in den Fokus zu rücken. Read More

LoneWolf Cloudy Lemon Gin, LoneWolf Chilli & Lime Gin, Blooded Knees & The Zesty Crusta

Es ist wieder so weit und ich wage mich an meine erste Spirituosenverkostung seit meiner Corona-Infektion. Und diese habe ich bewusst so gewählt, dass ein gewisser Vergleich möglich wird. Einerseits, um vor mir selbst die Gewissheit zu haben, dass die Wahrnehmung nicht mehr für diese Zwecke unzureichend ist, andererseits, um auch ganz im Sinne der hier rezensierten Produkte eine Orientierung abgeben zu können. Um es weniger abstrakt zu sagen: Ich verkoste heute zwei Ginabfüllungen des gleichen Herstellers – eine davon habe ich bereits vor der Infektion verkostet, die andere verkoste ich nun im Vergleich dazu. Read More

Warum ist hier so lang kein neuer Artikel mehr erschienen?

Wer in den vergangenen Wochen diese Seite in Erwartung eines neuen Artikels besucht hat, musste leider vergeblich nach einem solchen suchen. Der Grund dafür ist leider ein unerfreulicher: ich habe mich mit dem Coronavirus infiziert. Als Vater kleiner Kinder hat man wohl kaum eine Chance, sich in dieser Sache längerfristig effektiv zu schützen – und genau so ist es nun auch gekommen. Der Verlauf war glücklicherweise (und sicherlich auch dank des Impfschutzes) ein milder, dennoch hatte ich mit hohem Fieber zu kämpfen. Und das fast 2 Wochen lang (eine Erfahrung, die ich so zuletzt als kleines Kind erlebt habe). Das aber wohl größte und besorgniserregendste Phänomen vor dem Hintergrund dessen, was ich hier tue, ist aber ein anderes: der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn. Read More

J.P. Wiser’s 18 Years Old & der Canadian Blazer

Allmählich beginnt Sie damit, sich ganz sanft und leise ins Bewusstsein zu schleichen: die Vorweihnachtszeit. Zugegeben, wir haben gerade mal Anfang November und Weihnachten ist noch zwei Monate entfernt, aber dennoch beginnen erste Gespräche über das Thema, Kinder äußern zunehmend ihre Wünsche und in den Supermärkten…. Ist man thematisch bereits seit August fest im Sattel. Da liegt es doch nahe, einen weihnachtstauglichen Cocktail und einen ebenso weihnachtstauglichen Whisky näher in den Blick zu nehmen. Read More

Happy Brocktober! – A milky Kiss of Berries

Der heutige Artikel ist ein wenig anders, denn er dient in erster Linie einer guten Sache. Das soll natürlich keinesfalls heißen, dass die sonst hier veröffentlichten Artikel nicht selbst auch eine gute Sache für all jene sind, die nach Hintergrundinformationen über Spirituosen oder nach klassischen oder neu kreierten Cocktailrezepten suchen. Vielmehr geht es im Rahmen einer Werbeaktion für die Ginmarke Brockmans um das Sammeln von Spenden für die „Aktion Deutschland hilft“. Und da mache ich doch gerne mit. Read More

Niemand Dry Gin & Nessuno

Natürlich ist es für einen Blogger wie mich nicht annähernd möglich, mit der Flut an Neuerscheinungen auf dem Spirituosenmarkt Schritt zu halten und hier eine flächendeckend vollständige Rezensionsdichte zu veröffentlichen. Deshalb gibt es unzählige Abfüllungen, darunter auch längst etablierte Spirituosen, denen ich mich hier noch nie angenommen habe (und zu großen Teilen wohl auch nie annehmen werde). Aktualität im Sinne von Produkterstveröffentlichungen kann ich also nicht immer garantieren. So sollte es nicht verwundern, wenn manchmal auch Artikel über Abfüllungen erscheinen, die eigentlich schon längst am Markt etabliert sind. Read More

Plantation Rum Australia 2007 & Rum Serendipity

“Do you come from a land down under?” fragten Men at Work erstmalig im Jahre 1980 und landeten damit einen Welt-Hit. Inzwischen wurde diese Frage wahrscheinlich schon vielen Menschen auf dieser Erde aus den unterschiedlichsten Gründen gestellt, aber vermutlich hat man sie bisher nur sehr selten mit Blick auf die Herkunft eines Rums formuliert. Doch genau das müsste man angesichts der heutigen Abfüllung tun, denn dieser Rum kommt tatsächlich „from a land down under“: der Plantation Australia 2007. Read More

Topanito Mezcal & Loaded Pistol

Der Flasche, um die es heute geht, wurde hier im Blog gewissermaßen schon vor anderthalb Jahren der Weg geebnet. Denn es handelt sich schlicht um die 40% vol-Variante des Topanito Mezcals, über den ich im Februar 2020 berichtete. Daher verhält es sich auch heute etwas anders als in meinen üblichen Rezensionsartikeln, in welchen ich zunächst ein paar Worte zum Hintergrund, zu Herstellungsverfahren, verwendeten Rohstoffen usw. zu Papier bringe. Stattdessen steht etwas anderes im Mittelpunkt. Read More

Ron Libertad Dorado & Amor a la Libertad

In den Anfangstagen dieses Blogs habe ich einmal einen Artikel über einen mexikanischen Rum veröffentlicht, den ich heute ganz gewiss so nicht mehr veröffentlichen würde. Das hat gleich mehrere Gründe: meine eigene Rumexpertise hat sich seitdem grundlegend verändert, der Rum schmeckt mir heute tatsächlich nicht mehr besonders und ich habe die Flasche damals auch aus optischen Gründen erworben, was ich ebenfalls nicht mehr tun würde. Nichtsdestotrotz hat es hier eben schon einmal einen Auftritt eines mexikanischen Rums gegeben, auch wenn dieser kaum mit der heutigen Flasche vergleichbar ist. Read More

Nikka Days & Kanpai

Der zur Asahi-Gruppe gehörende Spirituosenhersteller Nikka ist inzwischen nicht nur unter Whiskytrinkern berühmt. Natürlich sind es insbesondere die Freunde von Single Malts und japanischen Blends, die im Zuge des Aufstiegs japanischer Whiskys an die Weltspitze als erste vertraut mit der Marke Nikka waren. Aber auch in anderen Spirituosensegmenten, z.B. beim Gin, konnte sich Nikka einen wirklich sehr guten Namen machen. Der Nikka Coffey Gin zählt – Stand heute – noch immer zu meinen absoluten Favoriten. Trotzdem ist es heute einmal mehr ein Whisky, der im Fokus steht. Read More

Hampden Rum Fire White Overproof Rum & Nuclear Banana Daiquiri

Hampden – der Name ist in den letzten Jahren in Europa immer bekannter geworden und hat den Weg aus der Nische des Geheimtipps für Rumexperten längst geschafft. Zwar (leider) immer noch nicht im eigentlich angemessenen Rahmen, wenn man die Marktanteile nachträglich veränderter Süßrums beachtet, aber mit Blick auf die ohnehin knappe Verfügbarkeit vieler gereifter Qualitäten der jamaikanischen Brennerei, ist das wiederum auch für diejenigen von Vorteil, die Rums der Hampden Distillery bereits zu schätzen wissen. Aber Hampden muss nicht immer exorbitant teuer sein. Read More

Clément Canne Bleue Vieux 2020, Clément Single Cask 100% Canne Bleue & Le Train des Plantations

Dass Rhum Agricoles eine meiner favorisierten Spirituosengattungen bilden, habe ich sicherlich schon öfter hier im Blog erwähnt. Dennoch bietet sich eine Wiederholung dieser Tatsache natürlich einmal mehr an, um einen Artikel einzuleiten, in welchem es auch einmal mehr um Rhum Agricole gehen wird. Und zwar um zwei verschiedene Rhums aus einem sehr bekannten und auch hier schon rezensierten Haus: Clément auf Martinique. Read More

Pasote Reposado Tequila & Palo Negro

Wer sich ein wenig intensiver mit Tequila auseinanderzusetzen beginnt, der wird um den Namen von Felipe Camarena auf kurz oder lang nicht herum kommen. Die Camarena-Familie ist in der Welt der Agavenbrände berühmt und Felipe betreibt das Familienhandwerk inzwischen in der vierten Generation. Und auch hier im Blog ist sein Name schon mehrfach gefallen, denn er ist vor allem verbunden mit drei verschiedenen Tequilas aus einer bestimmten Brennerei. Read More

Herencia de Plata Licor de Café & Aztec Code

Vor einigen Monaten habe ich mit wirklich sehr regem Interesse eine breit angelegte Blindverkostung verschiedener Kaffeeliköre in einer Onlinecommunity (cocktailnerds.de) verfolgt, bei dem mehrere Tester (darunter auch einige Bloggerkollegen) diverse Kaffeeliköre ohne irgendein Wissen über das, was sie da im Glas hatten, durchgeführt haben. Ihre Ergebnisse wurden letztlich in einem Punktesystem festgehalten und das Ergebnis schließlich veröffentlicht. Auf dem dritten Platz und somit ganz weit vorne: der Herencia de Plata Licor de Café. Und ein Besprechungsexemplar genau eben jenes Likörs landete schließlich einige Wochen später in meinem Briefkasten und steht nun – bereit für die Rezension – vor mir auf dem Tisch. Read More

Adriatico Roasted Almonds Amaretto & Mezcal Jackson

Es gibt vereinzelt Spirituosengattungen, die sucht man bisher vergebens hier im Blog. Die Gründe dafür sind ganz verschieden: einige verwende ich selbst so selten, dass sie für mich einfach keine große Relevanz besitzen, andere sind allgemein nicht besonders verbreitet, so dass es einfach wenige Rezepturen gibt, in denen sie eine Rolle spielen – und wieder andere mag ich schlicht nicht. Zugegeben, das sind im Grunde nicht wirklich viele; strenggenommen (vielleicht von einigen Billigbaijius abgesehen) ist es sogar eigentlich nur eine einzige Spirituosengattung: Amaretto. Read More

Dead Wid Laugh – Navy Island Navy Strength Rum, Rinomato Bitter Scuro & Hoos Coffee Liqueur

Heute möchte ich einmal ein wenig mit der etablierten Konvention hier im Blog brechen, zu Beginn direkt auf die Rezension einer oder mehrerer Flaschen einzugehen. Stattdessen will ich direkt mit dem Cocktail beginnen und erst im Nachgang auf einiger der verwendeten Spirituosen eingehen. Der Grund ist schlicht der, dass der Drink etwas Besonderes ist und daher einige Worte der Erklärung bedarf bzw. diese verdient. Der Dead Wid Laugh ist nämlich mehr als er zu sein scheint. Read More