Port, Spice & Cherry Punch

Punches sind eine Angelegenheit, die meist etwas zu kurz kommt. Zumindest bei mir zuhause und zumindest dann, wenn es um jene unter den zahlreichen Punchrezepturen geht, die in größeren Mengen in einer Bowle serviert werden wollen. Der Grund ist einfach: Sie lohnen sich nur für eine größere Zahl Gäste. Trotzdem gibt es so viele schöne Rezepte unter diesen Punches, dass ich eines davon heute vorstellen möchte und zudem einen Weg, wie man vielleicht dem Problem mit den großen Mengen etwas begegnen kann.

Das Rezept, das heute im Mittelpunkt steht, ist eigentlich nicht vielmehr als ein persönlicher Mittelweg aus einer ganzen Reihe von Rezepten aus unterschiedlichen Quellen. Ich werde aus diesem Grund auch darauf verzichten, hier irgendwelche großen Namen zu schwingen oder eine besondere historische Tiefe zu suggerieren, sondern vielmehr einfach nur das Rezept vorstellen. Es handelt sich um einen Portwein-Punch, der zusammen mit Rotwein, Säften, Kirschlikör, Gewürzsirup und Bourbon Whiskey eigentlich perfekt in die Wintersaison passt. Damit bin ich vielleicht etwas spät dran, aber wenn man bedenkt, dass zum Osterwochenende noch große Teile des Landes unter einer Schneedecke begraben lagen, ist es vielleicht nicht zu spät.

Um dem Problem mit der Bowlenschale zu entgehen, fülle ich meinen Punch gern in eine schöne Karaffe. Dafür eignet sich eine Wein- oder Whiskykaraffe sehr gut, sie sollte allerdings verschließbar sein, um das allzu schnelle Verfliegen der Aromen zu verhindern. Natürlich ist das nicht die bahnbrechendste Innovation, die ich damit vorschlage: Einen Punch in eigener Flasche bzw. Karaffe zu lagern, dürfte manch einem Freund des traditionellen „Punsches“ nur ein müdes Lächeln abringen, doch gerade die Rezepturen, die nach einer Schale und einer Schöpfkelle verlangen, lassen sich auf diese Art genauso zubereiten. Und halten sich länger – vorausgesetzt man lässt das Eis aus der Karaffe, was oftmals in einer Schale zugegeben werden soll.

Nun aber zum Rezept!

Rezept „Port, Spice & Cherry Punch“:

25 cl Tawny Port
15 cl trockener Rotwein
10 cl Bourbon Whiskey
10 cl Zitronensaft
10 cl Nelken-Zimtsirup (s.u.)
6 cl Grapefruitsaft
8 cl Cherry Heering
4 Orangenscheiben
4 Zitronenscheiben

ggf. Sodawasser

Nelken-Zimtsirup: Einfach auf jeweils 250 ml Zucker und 250 ml Wasser 14 Gewürznelken und zwei mittelgroße Zimtstangen geben und alles in einer Pfanne erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend noch für ca. 15 Minuten auf schwacher Hitze köcheln lassen, bis die Konsistenz etwas eingedickt ist. Abkühlen lassen und Gewürze durch ein Feinsieb herausfiltern.

Zubereitung: Alle Zutaten (bis auf das Sodawasser) in eine Karaffe oder Punschschale geben und verrühren bzw. in der Karaffe durchschwenken. Den Punch für mindestens 6 Stunden im Kühlschrank stehen lassen. Schließlich in mit Eiswürfeln gefüllte Tumbler gießen und mit Zitronensscheiben und eingelegten Kirschen garnieren. Wer mag, kann den Punch im Glas mit etwas Sodawasser ein wenig „auffizzen“.

Glas: Tumbler

Garnitur: Zitronenscheibe und eingelegte Kirschen

Bezugsquellen: Im Fachhandel oder online

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