London Buck

London Buck

Es gibt sie noch, die unkomplizierten Klassiker, die man mit wenigen Zutaten ziemlich einfach selber herstellen kann und die trotz ihres inzwischen stolzen Alters nichts an geschmacklicher Überzeugungskraft eingebüßt haben. In Deutschland sind leider nur viele dieser Klassiker aufgrund der historischen Distanz zu den großen Schauplätzen und Geburtsstätten der Cocktailkultur nicht besonders bekannt. Zeit, einen kleinen weiteren Beitrag zu ihrer Verbreitung zu leisten.

Der Drink, über den ich heute einige Zeilen verfassen möchte, ist der London Buck. Ein denkbar einfach zuzubereitender und schlichter Klassiker, dem dennoch ein klein wenig zusätzliche Raffinesse verliehen werden kann. Erfunden wurde der London Buck in den 1920er Jahren von Harry Craddock im berühmten Savoy Hotel. Er besteht im Wesentlichen eigentlich nur aus drei Zutaten: Gin, Ginger Ale und Zitronensaft.

Der Drink ist ein typischer Vertreter der Highballkategorie und ist gerade in sommerlichen Zeiten eine sehr feine und unkomplizierte Erfrischung. Im Gegensatz zu vielen sehr verbreiteten Limonadenmischgetränken ist der London Buck dabei erfreulich wenig süß, da der Zitronensaft einen Teil der Süße des Ginger Ales gekonnt auffängt und somit einen frisch-fruchtigen Cocktail mit Zitrustönen und floralen Aromen erzeugt. Es lohnt sich mitunter die Verwendung eines sehr geschmacksintensiven Gins, da dies zusätzliche Akzente bedeuten kann.

Klassisch wird lediglich Zitronensaft zugegeben, aber wenn man einige Zitronenachtel verwendet und diese auch noch kurz mit dem Barstößel im Glas andrückt, so erhält man zusätzlich zum Zitronensaft noch subtile Noten des Zitrusöls aus den Schalen, was mir besonders gut gefällt.

Rezept:

5-6 cl Gin
2-4 Zitronenachtel
Ginger Ale als Filler

Zubereitung: Zunächst die Zitronenachtel im vorgekühlten Glas mit Barstößel etwas andrücken, so dass Saft und etwas Öl aus der Schale austreten können. Dann Eiswürfel und Gin zugeben, kurz umrühren und mit Ginger Ale auffüllen.

Glas: Highball

Garnitur: keine

Bezugsquellen: In jedem gut sortierten Supermarkt finden sich die wesentlichen Zutaten ohne große Mühe.

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