Too Too

Too Too

Einen Drink passend zur Jahreszeit. Das ist für einige Klassiker wohl das Hauptcharakteristikum, was sie zu weltweit erfolgreichen Drinks hat werden lassen. Wenn man mal wieder darüber nachdenkt, wie schön doch ein sorgenloses Leben an irgendeinem karibischen Strand aussehen würde (das nötige Kleingeld vorausgesetzt), sehen sich die meisten Leute vor ihrem geistigen Auge mit einem Cocktail in der Hand auf einem Liegestuhl liegen. Je nachdem, wie sehr man sich nun mit der Materie befasst, sehen einige sicherlich nicht näher spezifizierte Gläser mit bunten Flüssigkeiten, halbem Obstsalat und bunten Schirmchen. Aber wer ab und an mal einen Cocktail trinkt, wird sich vermutlich in einer solchen Fantasie mit einem Caipirinha, einem Mojito (vielleicht sogar einem Grilled Lime & Spice Mojito) oder einem Batida de Maracuja in der Sonne liegen sehen.

Wohl kaum jemand denkt hierbei an einen Eggnog oder einen schweren Flip. Trotzdem gibt es Flips, die durchaus in den Sommer oder in den Frühling passen. Vielleicht nicht unbedingt an den Strand (wo meistens kein Kühlschrank steht, aus dem sich ein frisches Ei hervor holen lässt), aber sicherlich auf den abendlichen Balkon oder die Terrasse. Ein solcher Flip ist der Too Too, auf den ich wieder einmal durch den Band „Cocktailian – Das Handbuch der Bar“ aufmerksam geworden bin.

Der Too Too geht auf Charlie Pauls Rezeptesammlung „Recipes of American and other Iced Drinks“ aus dem Jahre 1902 zurück. Wir haben es hier also schon mit einem sehr betagten Vertreter der Mixed Drinks zu tun, auch wenn er nicht unbedingt zu den bekanntesten zählt. Ein Too Too besteht aus einer Kombination von Rum und Brandy, die um die Jahrhundertwende recht beliebt war. Hinzu gesellen sich Zucker- und Himbeersirup, die dem Drink eine feine Süße mit subtiler Fruchtigkeit verleihen. Gerade dadurch passt er hervorragend in die wärmere Jahreszeit. Durch die fliptypische Zugabe eines Eis erhält er eine seidige Textur, die das Trinkerlebnis sehr angenehm und vollmundig gestaltet.

Rezept:

3 cl Jamaikanischer Rum (z.B. Myers’s)
3 cl Spanischer Brandy (z.B. Carlos I)
1 Barlöffel Himbeersirup
1 Barlöffel Zuckersirup
1 frisches Bio-Ei

Zubereitung:

Alle Zutaten im Shaker kombinieren und zunächst ohne Eis schütteln (einen „Dry Shake“ durchführen). Dann mit Eis erneut für ca. 15 Sekunden kräftig schütteln und ins vorgekühlte Glas abseihen.

Glas: Flipglas / Champagnerflöte

Garnitur: Vanillezucker auf die Oberfläche des Drinks geben (zudem garniere ich den Cocktail gerne mit Himbeeren auf einem Uhrglas, das ich auf den oberen Rand der Champagnerflöte lege)

Bezugsquellen:

Die Zutaten sollten in besseren Supermärkten oder dem Spirituosenfachhandel problemlos erhältlich sein.

 

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