Montenegro Sour

Der heutige Artikel könnte ein wenig wie ein Verlegenheitsartikel wirken, denn im Grunde ist die präsentierte Rezeptur weder besonders aufwändig noch irgendwie außergewöhnlich innovativ oder besonders im Trend. Es ist ein ganz gewöhnlicher Sour und gehört somit wohl zu den einfachsten herzustellenden Cocktails, die es gibt. Sours kann man eigentlich aus so gut wie jeder Spirituose mixen und insofern ist es wirklich keine hohe Kunst, von der ich hier rede. Aber es muss ja eben auch nicht immer hohe Kunst sein.

Im Gegenteil, manchmal habe ich auch einfach Lust auf einen ganz ordinären Sour. Nicht auf einen besonderen Twist oder eine irgendwie groß verfeinerte Variante, sondern einen ganz gewöhnlichen Sour. Und wenn es mal etwas würziger sein soll als ein Whiskey Sour, dann greife ich gerne zu einem Amaro, welche auch sehr schön als Sourbasis funktionieren. So habe ich heute den Amaro Montenegro ausgewählt und einen „Signature“-Drink dieser Marke zubereitet, auch wenn der Begriff „Signature“ hier etwas hochgegriffen ist. Für mich gehört in einen guten Sour (meistens) aber auf jeden Fall ein halbes Eiweiß oder sogar etwas mehr. Was bei Freunden immer wieder zu Stirnrunzeln führt, ist einfach ein Segen für die Textur des Drinks und gesundheitlich unbedenklich (die Wahrscheinlichkeiten gesundheitlicher Gefahren sind aberwitzig gering und eine Autofahrt ist statistisch eine wesentlich heiklere Angelegenheit als ein Sour mit Eiweiß).

Also heute ohne große Umschweife – einfach weil ich Lust darauf hatte – der Montenegro Sour:

Rezept:

6 cl Amaro Montenegro
3 cl Zitronensaft
2 cl Zuckersirup
2 Dash Grapefruit Bitters
½ Eiweiß

Zubereitung: Alle Zutaten zunächst ohne Eis einem „Dry Shake“ unterziehen. Dann mit Eis kräftig für ca. 30 Sekunden schütteln und doppelt ins vorgekühlte Glas abseihen.

Glas: Tumbler oder Sourglas

Garnitur: Rosmarinzweig

Bezugsquellen: Im Fachhandel, gut sortierten Supermärkten oder online.

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