Grilled Pineapple Rum Smash

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Cocktails und Grillen – das klingt erst einmal wie eine coole Kombination auf einer guten Sommerparty. Und natürlich bieten sich zahlreiche, vor allem sommerliche, Cocktails sehr gut für eine solche Gelegenheit an. Woran vielleicht nur wenige dabei denken, ist, Gegrilltes auch als Cocktailzutat zu verwenden. Keine Sorge, natürlich möchte ich hier kein Bauchfleisch in den Shaker stopfen oder das Nackensteak mit crushed ice im Mixer zu einer kannibalistischen Tikibrühe zum Abgewöhnen verarbeiten, ich rede eher von Grillaromen, die manchen Cocktail auf eine andere Stufe heben können. Wie das geht, möchte ich anhand des heutigen Drinks kurz zeigen.

Dazu braucht es nämlich wahrlich keine Zauberei, aufwändige Vorbereitung oder gar allzu exotische Zutaten, man braucht in der Regel nur einen Grill oder eine Grillpfanne und eine passende Obstsorte. Beim Grilled Lime & Spice Mojito kann man z.B. sehr schön sehen, wie das Ganze funktioniert. Dort wird der Saft einer gegrillten Limette mit in den Drink gegeben. Ein Trick, den ich erst kürzlich auch für einen Gin & Tonic mit GIN’CA Gin angewandt habe. Tatsächlich macht es geschmacklich einen erheblichen Unterschied – eben auch für den Saft – ob die Frucht vorher auf dem Grill gelegen hat oder nicht. Die entscheidende Frage ist nur: Was für einen Cocktail will ich kreieren und welches Obst bietet sich an? Ich kann mir z.B. Drinks mit Äpfeln und Birnen vorstellen, gerade jetzt in der Herbstzeit, prinzipiell mit Zitrusfrüchten, weniger mit Beeren, aber durchaus wieder mit Melonen und anderen Exoten. Im heutigen Grilled Pineapple Rum Smash ist es eine Ananas. Und hier habe ich nicht nur den Saft, sondern gleich ganze Stücke der Ananas mit in den Drink gegeben und somit eben einen Smash daraus gemacht. Limette und Minze rahmen das Ganze gekonnt ein und das Ananasaroma habe ich noch vielschichtiger gemacht, indem ich den Plantation Pineapple Stiggins‘ Fancy Original Dark Rum verwendet habe. Das muss man nicht machen, ein nicht noch zusätzlich mit Ananas aromatisierter Dark Rum oder Golden Rum funktioniert hier sicher auch, aber das Ergebnis konnte sich definitiv sehen lassen.

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Eine kurze Anmerkung noch zum Grillen: Natürlich geht es nicht darum, das Obst mit feuriger Inbrunst und infernaler Leidenschaft in ein Stückchen höllenschwarze Steinkohle zu verwandeln, sondern das Ziel ist es, mit Augenmaß und Menschenverstand zu grillen. Ein paar schwarze Stellen dürfen es sein, Grillstreifen dienen als Ideal.

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Rezept:

6 cl Plantation Pineapple Stiggins‘ Fancy Original Dark Rum (es funktionieren auch normale Dark oder Golden Rums)
1 cl Zuckersirup
2 cl Limettensaft
8 gegrillte Ananaswürfel (ca. 1x1cm)
3-4 Zweige frische Minze

Zubereitung: Die gegrillten Ananaswürfel im Shaker mit dem Muddler zerdrücken, dann Minze zugeben und nochmals vorsichtig muddeln, ohne die Minze zu zerfetzen. Restliche Zutaten zugeben und kräftig auf Eis für mindestens 15 Sekunden schütteln. Zuletzt doppelt ins mit frischen Eiswürfeln gefüllte Glas abseihen.

Glas: Tumbler

Garnitur: Gegrillter Ananaskeil und Minze

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Bezugsquellen: Im Fachhandel oder in gut sortierten Supermärkten

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