Aus dem Braukessel: Duvel Tripel Hop

Duvel Tripel Hop

Die belgische Biermarke Duvel aus der Duvel Moortgat-Brauerei in Puurs, Antwerpen ist sicherlich einer Menge Bierliebhabern bekannt. Ob nun von Reisen ins kleinere Nachbarland oder als gezielter Kauf in Bierfachgeschäften. Und mit dem Duvel Tripel Hop haben wir es heute auch mit einem überaus zeitgemäßen Bier zu tun.

Denn das Tripel Hop setzt – der Name lässt es bereits vermuten – ganz auf den gegenwärtigen Trend zu stärker gehopften Bieren. Während Duvel seine Biere traditionell mit zwei Hopfensorten braut, verwendet man im Duvel Tripel eine dritte Hopfensorte, um das Aroma noch zu intensivieren. Dabei setzt man auf die Technik des Dry Hoppings, die ich im Kontext der Hopfensünde aus der Dortmunder Bergmannbrauerei bereits kurz beschrieben habe. Duvel sucht für das Tripel Hop jährlich eine spezielle Hopfensorte aus, die die klassischen Basishopfen Saaz-Saaz und Styrian Golding ergänzt. 2015 griff man hierfür zur Sorte Equinox, die im Jahr 2016 dann durch den amerikanischen Aromahopfen HBC-291 ersetzt wurde. Wer sich über diesen Namen wundert, dem sei erklärt, dass es sich um eine sehr neue Hopfensorte handelt, für die offenbar noch ein klangvollerer Name gesucht werden muss.

Letztlich ist dieses Bier mit 9,5% vol. keine wirklich „leicht“ zu nennende Angelegenheit mehr, liefert dafür aber die volle Aromenfracht, die man sich von einem hopfenintensiven Bier wünscht, ohne dabei wie ein gängiges IPA zu schmecken. Meine Verkostungsnotizen beziehen sich auf die 2015er Equinox-Variante.

Verkostung:

In der Nase ist das Duvel Tripel Hop bereits sehr hopfenlastig mit reichhaltigen Zitrustönen (v.a. Grapefruit), Hefe, und duftendem Honig. Geschmacklich dann die volle Hopfenfracht gepaart mit Malz, Honig, etwas Pfeffer und einer grünen, leicht grasigen Note. Ein schönes Bier, das Freunde hopfenintensiver Biere überzeugen wird.

Bezugsquellen: Im Fachhandel recht gut erhältlich.

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