Portonic

Portonic

Gin and Tonic ist sicherlich der Highball der letzten zehn Jahre. Vom urbritischen Klassiker hat er es zum weltweiten Favoriten von Connaisseurs, Partygängern und Gelegenheitstrinkern gleichermaßen geschafft. Eine hierzulande weniger bekannte Alternative ist der Portonic. Ein Drink, der einen Versuch absolut wert ist!

Portonic oder Portotonic ist vor allem in Portugal ein sehr beliebter Longdrink, den man dort in zahlreichen Bars und Restaurant antrifft. Auch in vielen Bars außerhalb des iberischen Landes erfreut sich der Portonic inzwischen einer gewissen Beliebtheit, der große Breitendurchbruch ist ihm jedoch bislang verwehrt geblieben. Es ist also höchste Zeit, ein wenig zu seiner Verbreitung beizutragen.

Also was ist Portonic genau? Zunächst einmal ist es – große Überraschung – Portwein gemischt mit Tonic Water. Wer hätte das gedacht?
Portwein ist ein verstärkter Wein, der mit Branntwein versetzt wird und somit auf einen höheren Alkoholgehalt bei einer stärker verbliebenen Traubensüße gelangt. Er ist in verschiedenen Grundformen erhältlich, die sich vor allem in der Farbe unterscheiden. Beim Portonic kommt aber weder der berühmte Tawny Port, noch der Ruby Port zum Einsatz, sondern der White Port. Eine Portweinart, die es in verschiedenen, absteigenden Süßegraden von Muito Doce, Doce, Meio Seco, über Seco bis hin zu Extra Seco gibt.

Da auch die trockeneren White Ports eine recht aromatische  Süße beibehalten, empfiehlt sich für die Kombination mit Tonic Water die Verwendung einer solchen Sorte. Die richtige Komposition kann man aber – wie auch beim Gin and Tonic in seinen mannigfaltigen Kombinationsmöglichkeiten – kaum per Rezept vorgeben und jeder wird hier mit einer gewissen Erfahrung zu seinem eigenen Favoriten gelangen. Auf dem Bild habe ich den Churchill Dry White Port mit dem neuen, extra trockenen Dry Tonic Water des Marktführer Schweppes kombiniert. Eine hervorragende Zusammenstellung, wie ich finde. Ob man Minze oder gar Limette hinzugeben will, wie es in manchen Rezepten und manchen Bars der Fall ist, muss ebenfalls jeder selbst entscheiden. Ich mag sehr gerne Minze im Portonic, Limette hingegen überhaupt nicht.

Rezept:

1 Teil White Port
2 Teile Tonic Water
2 kleine Minzzweige

Zubereitung: Minzzweige zwischen den Handflächen kurz anklatschen, um die aromatischen Öle freizusetzen und zusammen mit White Port und Tonic Water ins mit Eiswürfeln gefüllte Glas geben. Vorsichtig mit dem Barlöffel umrühren, ohne dabei die Kohlensäure aufzuschäumen.

Glas: Weinglas oder Highball

Garnitur: keine (alternativ Minze nicht direkt mit in den Drink geben, sondern als Garnitur verwenden)

Bezugsquellen: White Port findet sich im Fachhandel, im gut sortierten Supermarkt oder natürlich online. Je nach gewünschter Sorte und Marke. Gleiches gilt natürlich auch für Tonic Water. Minze kaufe ich sehr gern in türkischen Supermärkten.

2 thoughts on “Portonic

  1. In dem Kriminalroman „Der Portwein-Erbe“ von Paul Grote geht Nicolas nach dem Abendessen hinunter zum Fluß, bestellt in der Bar einen Porto-
    nic und sieht dem Barkeeper dabei zu, wie er das Glas zu einem Drittel mit weißem Port, zu einem Drittel mit Tonic und den Rest mit gestosse-
    nem Eis auffüllt. Für die Abendhitze ist dies ein ideales Getränk, meint Nicolas.

  2. Und Nicolas hat völlig recht! Ein Portonic ist wirklich sehr angenehm und vor allem ein wirklich empfehlenswerter Versuch für alle jene, die mit einem Gin & Tonic nicht so richtig warm werden wollen (Die Queen-Mum möge es all jenen verzeihen).

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