Bull Shot

Bull Shot

Was trinkt man eigentlich so, wenn man – wie ich aktuell – von einem mehrtägigen Musikfestival zurückgekehrt ist, bei dem man vielleicht doch etwas mehr getrunken hat, als man das gemeinhin zu tun pflegt? Die Antwort ist da relativ einfach: Gar nichts! Also zumindest gar nichts außer Wasser und Fruchtsäften. Und das auch für eine mehrtägige Phase, die sicherlich mindestens doppelt so lang ausfällt, wie das Festival angedauert hat.

Was sind das nun für merkwürdige Einleitungsworte für den heutigen Cocktail? Nun, das ist eigentlich ganz einfach: Der heutige Cocktail fällt in die Kategorie der ominösen „Katerdrinks“. Einer klassischen Kategorie von Cocktails, deren prominentester Vertreter, die Bloody Mary, sicherlich jedem mehr oder weniger bekannt ist. Nur ist diese Kategorie alles andere als sinnvoll. So ziemlich jeder Gesundheitsberater oder medizinisch bewanderte Experte wird vom Konzept des „Konteralkohols“ energisch abraten. Und das völlig zurecht, denn hilfreich ist das wahrlich nicht, es verzögert eher und kann im schlimmsten Fall alles noch viel unangenehmer werden lassen.

Trotzdem bedeutet das nicht, dass Drinks aus dieser Kategorie keine Daseinsberechtigung besitzen. Man sollte sie eben nur etwas „zweckentfremden“ und eher als eigenständigen, meist herzhaften Genuss interpretieren.

Der Bull Shot ist ein solcher Drink, den ich wirklich gerne mag. Er ist zudem einer der wenigen Cocktails auf Wodkabasis (die ich in der Regel ziemlich langweilig finde), den ich sehr schätze. Er ist gewissermaßen eine Art Bloody Mary, in der anstelle des Tomatensafts eine kalte Rinderconsommé Platz findet. Und mit ihr steht und fällt auch der Cocktail. Es lohnt sich, hochwertige Ware zu kaufen oder sie gleich selbst herzustellen. Ich mache den Bull Shot wie folgt:

Rezept:

5 cl Wodka
ca. 15 cl kalte Rinderconsommé
frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
2 Dashes Worcestershiresauce (ich verwende Lea & Perrins – die als Worcestersauce verkauften Nachahmerprodukte sind kein Ersatz!)
1 Dash Zitronensaft

Zubereitung: Alle Zutaten im Glas auf Eiswürfeln kalt rühren.

Glas: Highball

Garnitur: Selleriestange

Bezugsquellen: Gute Rinderconsommés findet man in besseren Supermärkten, dem Feinkosthandel oder stellt sie selbst her (gute Anleitungen finden sich online, z.B. hier). Die restlichen Zutaten erhält man relativ einfach im Einzelhandel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.